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4. Sept.
3 Min. Lesezeit


F: Wie sind Sie auf den Hund gekommen und welcher Lifestyle verbindet Sie mit ihm? 


A: Die erste Hündin von den fünf, die heute bei mir leben, war Sonja, ein Cockapoo. Wir haben uns ganz bewusst für diese Rasse entschieden, weil mein Sohn auf viele andere Hunde allergisch reagiert hat. Später bekam Sonja sechs Welpen. Drei fanden ein wunderbares neues Zuhause, drei durften bei uns bleiben, und plötzlich waren wir zu viert. Ruby, ein Cavapoo, kam zuletzt dazu. Eine Kundin hatte sie ursprünglich für ihre siebenjährige Tochter gekauft, war mit ihr aber überfordert. So haben wir Ruby adoptiert. Heute leben fünf Hunde bei mir.

Meine Hunde sind meine Schatten. Natürlich kann ich nicht immer alle fünf mitnehmen, aber fast immer ist mindestens einer von ihnen dabei: im Geschäft, im Café oder im Restaurant. Wir wählen grundsätzlich Orte, an denen Hunde willkommen sind. Bei Autofahrten kommen so viele mit, wie ins Auto passen. Beim Fliegen reist meist nur Ruby mit, weil sie als Einzige in eine Tasche passt, die den Vorgaben der Fluggesellschaften entspricht.


F: Wie oft sprechen Sie mit Ihrem Hund und worüber (Mode, Style …)?


A: Ich spreche ständig mit ihnen. Schon morgens erzähle ich, was wir an diesem Tag machen, wohin wir fahren, welcher Hund mitkommt, wann wir ins Geschäft gehen, wer dort vorbeikommen wird und wann wir wieder nach Hause fahren. Auch bevor ich das Geschäft schließe, erkläre ich ihnen den weiteren Tagesablauf. Das Beste daran ist: Sie antworten mir nicht, hören aber immer sehr aufmerksam zu.

F: Ihre liebsten Restaurants, Bars, Cafés und Parks mit Hund?


A: Wir gehen am liebsten dorthin, wo wir bereits wissen, dass die Menschen Hunde wirklich mögen. Dann kommt oft sogar ein kleiner Gruß aus der Küche: ein Stück Fleisch oder eine andere Leckerei, und selbstverständlich wird sofort Wasser gebracht. Zu unseren Adressen gehören zum Beispiel Valberg und die Alexandra Bar Aperitivo. Am Ende ist für mich aber nicht der Ort entscheidend, sondern die Menschen, die dort arbeiten. Wir kommen zu unseren Leuten, die uns kennen und uns gemeinsam mit den Hunden gern empfangen.



F: Mit welchen Hundeangewohnheiten halten Sie lieber hinterm Berg, und worauf bestehen Sie?


A: Alle fünf Hunde schlafen mit mir im Bett, auf weißer Bettwäsche, die entsprechend oft gewechselt wird, denn auch ich liebe eine frische, weiße Bettwäsche. Und ich habe noch ein kleines Geheimnis: Sobald ich mit einem meiner Hunde allein bin, sage ich ihm, dass er der schönste, klügste und allerbeste Hund der Welt ist. Natürlich sage ich das jedem von ihnen, aber immer nur unter vier Augen.


Bei Ernährung und Erziehung bin ich dagegen konsequent. Beides ist mir sehr wichtig. Sonja hat ihre Aufgabe als Wachhund im Geschäft allerdings ein wenig zu ernst genommen. Für sie sollte am liebsten niemand etwas aus dem Laden hinaustragen, auch keine gekaufte Ware. Deshalb arbeitet sie inzwischen nicht mehr im Geschäft. Sie ist jetzt Hausfrau.

F: Verreisen Sie mit Ihrem Hund und wohin am liebsten? Und was darf dabei nicht fehlen?


A: Wir versuchen, fast jedes Wochenende einen Ausflug in den Wald zu machen, manchmal in der Umgebung von Wien, manchmal weiter weg in Österreich. Dann gehen wir zwei bis drei Stunden gemeinsam spazieren. In den Urlaub fahren wir am liebsten in ein gemietetes Haus, damit genug Platz für alle da ist. Die eigenen Hundebetten nehmen wir immer mit, damit der vertraute Geruch von zu Hause dabei ist. Und wenn es einen Pool gibt, freut sich besonders Sonja, denn sie liebt Wasser.


F: Worauf legen Sie bei Hunde-Accessoires wert? 


A: Bei Hunde-Accessoires sind mir Qualität, Komfort und Funktionalität besonders wichtig.

Ich bevorzuge hochwertige, natürliche Materialien und vermeide Plastik und synthetische Stoffe so weit wie möglich. Leinen, Karabiner und die gesamte Hardware sollten außerdem sehr leicht sein, denn wenn man fünf Leinen gleichzeitig in einer Hand hält, macht jedes Gramm einen Unterschied.


Natürlich spielt auch der Stil eine Rolle: Die Accessoires werden passend zur Kleidung ausgewählt. Außerdem unterstütze ich sehr gern lokale Hersteller und kleine Manufakturen. Mir ist lieber, ein Produkt wird mit Sorgfalt in der Nähe gefertigt, als dass anonyme Massenware einmal um die halbe Welt transportiert wird. Praktisch, hochwertig und schön muss es sein.




ÜBER SVETLANA UNTERREINER


Mit 16 Jahren kam ich nach meinem Schulabschluss aus Belarus nach Österreich zu meiner Schwester Anna. Dass sie damals schon hier lebte, war für mich ein großes Glück. Kurz darauf lernte ich meinen Mann kennen, die Liebe meines Lebens. Heute haben wir vier Kinder und fünf Hunde. Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, bin ich jeden Tag dankbar dafür, wie sich alles entwickelt hat.


Dieses Glück hat mir auch die Möglichkeit gegeben, meinen Traumberuf zu verwirklichen. Ich bin diplomierte Gemmologin, also Spezialistin für exklusive Edelsteine und Diamanten. Seit mehr als 20 Jahren führe ich mit großer Leidenschaft mein eigenes Juweliergeschäft.


Österreich ist für mich längst zur Heimat geworden. Ich bin dankbar, hier selbstständig arbeiten und jeden Tag das tun zu dürfen, was ich liebe.


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